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Im Jahr 2015 feierte das ENS seinen 20. Geburtstag. Das war Anlass zur Selbstreflexion und zu folgenden Fragen: Mit welcher Entwicklungslogik arbeiten wir eigentlich? Was haben wir als ENS in 20 Jahren erreicht? Welchen Beitrag haben wir in der Beziehung und Problematik Nord-Süd oder Nord-Ost geleistet? Oder umgekehrt: Was hat das Entwicklungskonzept und seine Logik mit uns als Individuen, als Menschen, als Verein, als Netzwerk, als Zivilgesellschaft gemacht? Welchen Einfluss und welche Wirkung haben sie in den letzten 70 Jahren auf uns ausgeübt? (fairquer # 37, S. 6) Im Frühjahr 2015 waren Miguel Ruiz, Muruchi Poma und Antonia Mertsching auf dem Weg, um diese Fragen anhand von Thesen mit den Netzwerkmitgliedern zu diskutieren.

„Entwickle dich nach meinem Vorbild, aber die Voraussetzungen dafür stehen in meinen Händen“.

Unter dieser nicht ausgesprochenen Devise handeln die Industrieländer. Zunächst haben sie die Welt mit dem Begriff Entwicklung überschwemmt. Eine regelrechte Inflation von Entwicklungswörtern ist entstanden. Alles, was sie machen, ist Entwicklung. Selbst die Zerstörung der Natur ist darin inbegriffen. Dann küren sie sich zum Sieger dieser Entwicklung. Anderen Ländern wird vorgemacht, dass sie es auch können. Dafür schaffen sie das berühmte Wort Entwicklungspolitik.

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