Login to your account

Username *
Password *
Remember Me

Im Jahr 2015 feierte das ENS seinen 20. Geburtstag. Das war Anlass zur Selbstreflexion und zu folgenden Fragen: Mit welcher Entwicklungslogik arbeiten wir eigentlich? Was haben wir als ENS in 20 Jahren erreicht? Welchen Beitrag haben wir in der Beziehung und Problematik Nord-Süd oder Nord-Ost geleistet? Oder umgekehrt: Was hat das Entwicklungskonzept und seine Logik mit uns als Individuen, als Menschen, als Verein, als Netzwerk, als Zivilgesellschaft gemacht? Welchen Einfluss und welche Wirkung haben sie in den letzten 70 Jahren auf uns ausgeübt? (fairquer # 37, S. 6) Im Frühjahr 2015 waren Miguel Ruiz, Muruchi Poma und Antonia Mertsching auf dem Weg, um diese Fragen anhand von Thesen mit den Netzwerkmitgliedern zu diskutieren.

83 Länder sind kritisch verschuldet. Das zeigt der Schuldenreport 2015 des deutschen Entschuldungsbündnis erlassjahr.de. In Anbetracht der Politik des billigen Geldes ist zu erwarten, dass es in vielen Ländern im Globalen Süden schon bald wieder zu Schuldenkrisen kommt.

Als das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen gegründet wurde, wünschten sich seine Mitglieder vor allem eines: Die Interessen der Mitgliedsvereine und deren Ziel – mehr Gerechtigkeit weltweit – sollten gegenüber der sächsischen Politik vertreten und durchgesetzt werden. Der Freistaat Sachsen sollte sich seiner Verantwortung als Teil der Einen Welt bewusst werden und dementsprechend handeln. Auch Jahre später - im Januar 2012 – war diese Erwartung zentral: „Lobbyarbeit“ antwortete die Mehrheit engagierter Menschen aus entwicklungspolitischen Vereinen und Initiativen auf die Frage, welche Stellen im entwicklungspolitischen Kontext am meisten gebraucht würden. Doch was genau gilt es zu lobbyieren, was fordern die Eine-Welt-Initiativen vom Freistaat? Die Verfasserin tastet sich durch die Versuche 20 Jahre ENS. 

„Entwickle dich nach meinem Vorbild, aber die Voraussetzungen dafür stehen in meinen Händen“.

Unter dieser nicht ausgesprochenen Devise handeln die Industrieländer. Zunächst haben sie die Welt mit dem Begriff Entwicklung überschwemmt. Eine regelrechte Inflation von Entwicklungswörtern ist entstanden. Alles, was sie machen, ist Entwicklung. Selbst die Zerstörung der Natur ist darin inbegriffen. Dann küren sie sich zum Sieger dieser Entwicklung. Anderen Ländern wird vorgemacht, dass sie es auch können. Dafür schaffen sie das berühmte Wort Entwicklungspolitik.

Leipzig, Hoyerswerda, Schneeberg, Chemnitz: In den letzten Jahren – besonders jedoch seit 2012 – veröffentlichten deutsche Medien vermehrt Berichte, Meinungen und Bilder über Proteste gegen bzw. Versammlungen für neue Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende und Flüchtlinge. Krisen und Kriege, ständig neue Bilder über strandende Flüchtlinge in Lampedusa zeigen: Das Thema Asyl ist aktueller denn je, auch in Diskussionen mit entwicklungspolitisch Engagierten in Dresden, Leipzig und Berlin.

  1. Beliebt
  2. Im Trend
  3. Kommentare

Neuste Artikel